Pai – Bergdorf im Norden Thailands

Das Hippie Dorf Pai

Meine Tage in Pai im Norden von Thailand sind so wundervoll, selbst nach einer knappen Woche will ich nicht zurück…

In Kürze:

  • Pai ist ein kleiner ruhiger Ort im Norden von Thailand
  • Es gibt einige wirklich gute Yogaangebote
  • Jeden Abend findet ein grosser Markt statt
  • In der Umgebung gibt es hot springs, Wasserfälle, Berge und Reisfelder, die man am besten per Scooter selbst erkundet
  • Pai hat trotz seiner Dorfatmosphäre ein pulsierendes Nachtleben mit Livemusik und DJs

Von Chiang Mai gelange ich mit einem Minibus in drei Stunden nach Pai, nach gefühlten 500 Serpentinen sind wir da. Offenbar haben alle etwas gegen Reisekrankheit genommen, sonst ist die Fahrt wirklich kaum auszuhalten! Vom Busbahnhof laufe ich zu meiner Unterkunft Sawasdee Pai River Resort, wo auch Yoga angeboten wird. Sie liegt direkt am Fluss und ich erhalte ein gratis Upgrade auf ein Zimmer mit Klimaanlage! So toll, denn es sind über 40 Grad, die Sonne brennt. Von Regenzeit nichts zu spüren. 

Yoga in Pai

Sawasdee Yoga

Das Yoga in meiner Unterkunft wird von Tony und Nicha (beide Thai, aber gut zu verstehen) angeleitet. Nichas Mini Retreat zum Montagmorgen war etwas gewöhnungsbedürftig, Lachyoga, Atemtechniken, Ecstatic Dance und Umarmungen in einer Stunde. Alle anderen Stunden war tolles Hatha Yoga mit super Allignments, allerdings ist der Raum super heiss, weil sie den Ventilator bewusst nicht anstellen. 

Yogashala im Kirina Retro House

Hier war ich bei Ramonas Stunde, die Niederländerin gibt eine ruhige, langsame Hatha Yogastunde, auch mit sehr guten Allignments.

BOMBowls 

Hannah aus Grossbritannien unterrichtet hier ein gutes, spirituelles Yoga. 

Essen in Pai

OM Garden – the place to be – ja hierher kam ich ganze vier mal in meiner knappen Woche in Pai, ich liebe den Espresso, Banana, Coconut Shake und den OM brown rice salad. Ein herrlich grüner Ort zum chillen, Kaffee trinken und geniessen. 

Art in Chai Cafe – indisch angehauchtes, äusserst gemütliches Cafe

Earth Tone Cafe – ist etwas ausserhalb gelegen, in Richtung des weissen Buddha, gemütlich kann man hier vegetarische Köstlichkeiten geniessen oder im spirituell angehauchten Shop einkaufen und sich noch eine kleine vegane Wegverzehrung mitnehmen

Walking Street – Street Food – vor allem der Burmesische Salat, die kleinen Häppchen und der Bus, wo immer alle Schlange stehen…

Wenn man sich mal was richtig schönes gönnen will, sei noch das Silhouette im Reverie Siam Hotel empfohlen. Ganz toll für ein romantisches Dinner!

Massage in Pai

Gegenüber vom Art in Chai Cafe ist mein Lieblingsmassage Salon, hier war ich auch vier mal und habe die genialen Thai Massagen für 200 Baht pro Stunde genossen.

Unternehmungen in Pai

Man fährt mit dem Scooter (100 Baht pro Tag) einen Loop mit ca. 14 km. Zu sehen sind der weisse Buddha, die Brücke aus dem zweiten Weltkrieg, der Pai Canyon, der Pam Bok Wasserfall, the Merit Bridge (nicht wirklich eine Brücke, sondern ein Bambusweg über Reisfelder) und „the land split“  eine Spalte entstanden durch ein Erdbeben. Wir haben uns Zeit gelassen, waren nicht bei den Hotsprings, da es uns zu heiss war und haben nicht im Wasserfall gebadet und trotzdem fast 6 Stunden für die Runde benötigt.

Den Yun Lai Viewpoint und den Mor Paeng Wasserfall hab ich an anderen Tagen gemacht, das Chinese Village fand ich persönlich nicht sehenswert. Vielleicht auch weil ich lang genug in China war und auch die chinesischen Stadtteile in anderen Grossstädten der Welt kenne. Viel schöner ist es einfach mit dem Roller all die kleinen und grossen Strassen zu erkunden und die Aussichten zu geniessen. Pai liegt so schön in den Bergen, es ist traumhaft!

Kochkurs in Pai

Bei Savoei Cooking School mache ich einen thailändischen Kochkurs mit, 700 Baht, 9:30 Uhr bis 13:30 Uhr. Wir (sechs Teilnehmer aus der ganzen Welt) fahren zuerst auf einen lokalen Markt, wo uns die Zutaten gezeigt werden. Gekauft haben wir dort nichts, da in der Kochschule bereits alles bereit steht. Anders würde das in der kurzen Zeit mit vier Gängen auch gar nicht funktionieren. Ich bin die einzige Vegetarierin, das Fleisch steht bei den anderen fertig geschnitten und portioniert bereit. Bei mir ist quasi in jedem Gang Tofu drin. Ich koche Pad Thai – Thai fried noodles im Wok, das ist super und wird zu Hause auf jeden Fall nachgekocht! Danach beginne ich die Zubereitung vom red curry, dann Papaya Salat und anschliessend gibts noch einen kalten, spicy noodle Salat.

Alles in allem war alles sehr lecker, aber auch nicht wirklich schwierig oder wahnsinnig lehrreich, da die Zutaten komplett bereit gestellt wurden, wir nur schnippeln mussten und sie uns die Reihenfolge gesagt haben, wie wir es in den Topf kippen müssen. Daher ging alles sehr schnell… und wir wussten teilweise immer noch nicht was wir eigentlich in der Hand haben. Sie waren super nett und bemüht, haben alles aufgeräumt und abgewaschen, so komfortabel hatte ich mir das nicht vorgestellt! Zum Schluss haben wir noch ein Kochbuch mit allen Rezepten bekommen.

Elefanten Camps in der Nähe von Pai

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt so eine Tour machen sollte, hatte ich doch genug Elefanten in der Etoscha Pfanne in Namibia, im Addho Elephant Nationalpark in Südafrika, in Sri Lanka und sogar in Indien (in mehr oder weniger freier Wildbahn) gesehen. Aber irgendwie gehört es doch dazu und ist im Norden Thailands eine der Hauptattraktionen. Früher ist man hier sogar auf Elefanten geritten, das ist zum Schutz der Tiere inzwischen zum Glück sehr verpönt und wird stark verurteilt. Ich entscheide mich für die Non-profit Organisation Conserve Natural Forests, Aufforstung und kein Profit scheinen mir sinnvoll, ob es dabei den Elefanten gut geht lässt sich vorher kaum recherchieren. Die Tour kostet 1000 nicht verhandelbare Baht Spende. Das hätte mir schon komisch vorkommen müssen…

Wir werden am Mittwochsmarkt in Pai abgeholt, auch das etwas merkwürdig, dass sie nicht die Unterkünfte anfahren. Wir sind zu viert und fahren eine halbe Stunde aus Pai raus, auf dem Weg sammeln wir noch einige Volunteers / Freiwillige Helfer ein, die in dem Projekt arbeiten. Sie sind junge Schulabgänger aus Europa oder USA und erklären uns anschliessend das Projekt der Wiederaufforstung und dass sie einen Elefanten haben. Elefanten sind Herdentiere und so ist es etwas traurig die schwangere Mutter alleine zu sehen. Wir haben Zeit ihr 40 kg Bananen zu füttern, dann stapft sie friedlich den Fluss entlang und verschwindet in den Dschungel. Offenbar hat sie hier richtig viel Auslauf, wird angeblich Tag und Nacht von Elefantenwärtern begleitet. Wir verbringen den Rest des Nachmittags mit Rumsitzen (uns wird Gin-Tonic angeboten), pflanzen einen Papaya Baum und füttern die Dame später noch einmal, als sie zurück kommt.

Einerseits ist es schon besonders, so einem Kollos so nah zu sein und angeblich geht es ihr hier viel besser und sie wird wieder „aufgepeppelt“, andererseits verlassen wir die Farm mit gemischten Gefühlen. Warum man heutzutage keine Elefanten mehr reitet und weitere Informationen zu den Tierquälereien in Asien findest du hier: peta.de

Auf der Fahrt nach Süden (u.a. zu den Hot Springs) kommt man an den anderen Elefanten Camps vorbei. Wir haben nicht das Gefühl, dass es den Elefanten eingesperrt an der Strasse gefällt. Man sagt uns aber, dass es hier natürlich kein Elefantenreiten gibt.

Nachtleben in Pai

Die wenigen schönen Abende während der Regenzeit habe ich gern im Sunset Playground verbracht, den erreicht man nach einer 10 minütigen Scooterfahrt gen Süden. 

Anschliessend ging es natürlich immer auf die Walking Street zum Abendessen, bummeln und Leute treffen.

Das beste Nachtleben spielt sich im Mojos bei Livemusik ab, hier treffen sich Locals, Hippies, Lang- und Kurzzeittouristen.

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